Altkönig Skyrace

Es war Februar 2015. Anfang des Jahres gab es einen regelrechten Skyraces-Hype in den Social Networks. Überall in der Republik gab es neue Challenges. Eine der interessantesten gab es an einem meiner Hausberge: der Altkönig. Der kleine Bruder des Großen Feldberges ist für ein Skyrace das ideale Terrain. Mit 797 Meter über NN ist er zwar nicht ganz so hoch wie der Große Feldberg (882 Meter über NN), bietet aber auf der Gesamtstrecke die steilste Steigung die man im Taunus finden kann. Durchschnittlich 15,2% Steigung –  497 Höhenmeter auf 3,27 km. Sozusagen ein Half-Vertikal-K. Hendrik vom Trailblog hat ein Gipfelbuch besorgt und sogar ein sehr nettes Logo für das Skyrace entwickelt. Leider wurde das Gipfelbuch, welches in einer bedingt geduldeten Hütte untergebracht wurde (diese wurde ohne Genehmigung aufgestellt), samt Hütte bei Sommeranfang entfernt. Aber ist gibt ja noch das Strava-Segment. Für das Training der Zugspitz Trailrun Challenge habe ich versucht das Segment so oft wie möglich in meine Trainingsläufe einzubinden. Mitte Juni ging es zum ersten mal in diesem Jahr den Altkönig hoch, vier weitere Aufstiege sollten innerhalb eines Monats folgen. Eine anspruchsvolle, aber auch sehr schöne Strecke. Der Start ist am Waldschwimmbad in Kronberg und einfach zu finden. Unterhalb des Einganges des Schwimmbades gibt es einen gut ausgebauten Wanderweg. Hier beginnt die Challenge. Und die hat es gleich in sich, auf den ersten 500 Metern geht es auch direkt die ersten 75 Meter hoch: gleich eine kleine Rampe zu Beginn um die Beine zu lockern. Der Weg geht einfach immer folgen. Dann wird es wieder einfacher, die Steigung beläuft sich auch nur noch 10%, hier kann man noch ein wenig Tempo machen. Nach 1,1km vom Start entfernt, macht der Hauptweg einen leichten Knick nach rechts. Hier beginnt der Einstieg zum direkten Weg auf den Altkönig. Auf der LINKEN Seite seht ihr einen schmalen Trampelpfad. Den müsst ihr nehmen. Die Steigung bleibt noch ein kurzes Stück bei den 10%. Nach 1,75 km und 200 Höhenmetern kommt ihr direkt auf die Rampe zu. Schlagartig wird es 20% steil. Und das ist erst der Anfang, auf den nächsten 250 Metern absolviert ihr erst 80 (36% Steigung!) und dann nochmal 70 (28% Steigung) Höhenmeter. 400 Höhenmeter sind geschafft. Jetzt wird es wieder flacher, aber nicht einfacher zu laufen. Den nun sind die Wege sehr verwurzelt und verblockt. Jeder Schritt muss gut gesetzt sein, um schnell voranzukommen. Bei 2,9 km passiert ihr den ersten Ringwall. Jetzt ist es relativ flach: Endspurt. Den Gipfel markiert ein kleiner rechteckiger Stein. Hier ist der Endpunkt. Meine Bestzeit aus dem vollen Training war im Juli 30:08. Ausgeruht sollte die sub30 damit drin sein.

AltkoenigSR Profil

Mittlerweile gibt es mit dem Start an der Straße „Am Roten Hang“ eine Alternativstrecke. Auch hier sind gute 3,2 km zu absolvieren. Da man etwas höher startet, sind „nur“ 473 Höhenmeter zu absolvieren, im Schnitt damit 14,4%. Der Weg verläuft parallel zur steilen Version, wobei ab 2,4 km wieder auf die Originalroute gelaufen wird. Durch die gleichmäßige Steigung, auf jeden Fall auch eine sehr gute Trainingsmöglichkeit, die man gut trainiert sogar durchlaufen kann. Die Alternativroute werde ich auf jeden Fall testen, sie macht einen leicht schnelleren Eindruck.

Für weitergehende Informationen könnt ihr auch die Facebook-Grupppe besuchen.

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