Taunustour: Neroberg – Platte – Hohe Wurzel

Eine Woche nach dem Halbmarathon beim Wiesbaden Trail Run führte mich gestern meine Trailrunde wieder nach Wiesbaden. Schließlich sollen im Training für die Zugspitz Trailrun Challenge noch einige Höhenmeter absolviert werden. Pünktlich als ich losfahren wollte, begann es stärker zu regnen und das Regenradar zeigte für die nächsten 2 Stunden auch keine Besserung an. Kein Problem, so kommt meine Regenjacke (Salomon Bonatti) zu ihrem ersten Einsatz unter Realbedingungen. Gleich vorneweg, ich bin begeistert von der Jacke. Superleicht und klein zu verpacken, hält absolut trocken und dennoch für eine wasserdichte Jacke sehr atmungsaktiv. Die Kapuze mit eingebauten Schirm hält auch bei stürmischen Wetter den Kopf und Nacken trocken.

Wiesbaden01Um kurz nach 7h stellte ich mein Auto im Nerotal ab. Mittlerweile kenne ich viele Wege, die von hier auf die Platte führen, schließlich ist es meine Hausstrecke.Gleich zum Einstieg war der Weg versperrt. Als ich am Freitag mit der SBahn von der Arbeit nach Hause gefahren bin, kam es zu einzelnen Zugausfällen wegen eines Unwetters. Gesehen habe ich nur dunkle Wolken und ein wenig Regen. In Frankfurt und Mainz war davon nichts zu sehen. Ich habe kurz überlegt weiter Richtung Altkönig zu fahren,aber ich wollte zu Mittag wieder daheim sein. Also rein in den Wald und langsam den Philosophenweg hoch. Man sah schon einige umgeknickte kleinere Bäume, über die man noch locker rübersteigen konnte. Nach einigen hundert Metern ging aber nichts mehr. Etliche abgeknickte und entwurzelte Baumstämme versperrten den Weg.

Wiesbaden04Also hieß es umkehren, hier war an ein Laufen nicht zu denke. Ich versuchte nun den steileren Weg direkt an der Nerobahn Richtung Neroberg. Hier lagen kaum größere Äste und oben angekommen, war die Absperrung auch aufgehoben. Ich blieb erstmal auf den Forstwegen, die schmalen Trails waren von Geäst kaum passierbar. Langsam aber stetig kam ich höher. Und je höher ich kam, desto unversehrter sah der Wald aus. Also rein in die Trails und Richtung Jagdschloß Platte. Das letzte steile Wiesenstück erklommen und die ersten 350 Höhenmeter standen auf der Uhr. Durch die Unterführung der Platter Straße geht es jetzt wieder runter Richtung Wiesbaden. Es war ein laaaaanger Forstweg .Positiv war aber, dass ich nun etwas Tempo machen konnte. Am Mosbach angekommen, war ich schon wieder auf 200 Meter Höhe. Bereit für den nächsten Anstieg. Und wie schon beim Neroberg, hier im Tal waren wieder einige Bäume abgeknickt. Es ging wieder leicht bergauf, aber die rund 3% Steigung waren kaum spürbar und auch die bereits absolvierten 20km waren nicht zu spüren. Meine Beine waren noch frisch. Mittlerweile hat auch der Regen aufgehört und das Wald war durch die hohe Luftfeuchtigkeit in Nebel gehüllt. Links tut sich ein Trail auf, also rein. Es wurde wieder technischer und mit mehr als 10% Steigung auch wieder anspruchsvoller. Nach 2km war die Hohe Wurzel erreicht. Eine kleine Ehrenrunde um den mit 615m höchsten Punkt der Tour und nun kontne ich meine Downhillfähigkeiten etwas trainieren. Am Wellritzbach ging es zum Ausgangspunkt zurück. Am Ende bin ich 35,5km gelaufen und hab 950 Höhenmeter absolviert. Die Wege um die Hohe Wurzel waren leider kaum traillastig, ich wollte jetzt aber nach dem Umwetter nicht experimentieren.

Hier geht es zu den Trainingsdaten.

Hessenschau zum Unwetter in Wiesbaden vom 11.7.2014

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